Wildlife Blog

Hello World !

Willkommen auf meinem Wildlife Blog. Hier berichte ich über meine tierischen Begegnungen, und meine Ausfüge in die wilde Natur Tirols. Außerdem gibt´s Reiseberichte von meinen Fotreisen, wissenswertes zur verwendeten Ausrüstung und vieles mehr zu entdecken.


22.08.2026 – Namibia

Im Juni 2026 besuchte ich zum ersten Mal Namibia. Eine Selfdrive Tour durch eines der schönsten Länder Afrikas, wie ich bei meinen Recherchen zur Reise immer wieder vernommen habe. Begonnen hat meine Reise in Windoek, der Hauptstadt Namibias.

Meine aufregenden 3 Wochen Namibia begannen unmittelbar nach der Landung auf dem Weg zur Unterkunft in Woindhoek, mit meiner ersten Selbstfahrer Safari im Daan-Viljoen-Wildpark. Dort konnte ich das erste Mal in meinem Leben wild lebende Gnus, Giraffen, Bärenpaviane und vieles mehr entdecken.

Beim Reisefahrzeug viel meine Wahl auf den Suzuki Jimny 5 Door. Klein, wendig und sowohl auf den Gravelroads, als auch später in den Sanddünen von Sossusvlei hat er mit einer top Performance überzeugt.

Meine Route führte zunächst von Windhoek nach Omomas, weiter nach Sossusvlei und Swakopmund. Über Spitzkoppe zum Vingerklip und dann weiter zum Highlight meiner Reise dem Ethosha Nationalpark.

Dann ging es weiter nach Otjiwarongo, von wo es in der letzten Etappe wieder zurück nach Windhoek und weiter zum Flughafen ging.

Insgesamt bin ich 4.900 km gefahren. Staubige Gravelroads, Sandpisten in den Dünen und downhill im Gebirge standen ebenso am Plan, wie kurze Erhohlungsphasen auf Asphalt, die ich ehrlich gesagt immer wieder genossen habe.


Bereits bei meinem ersten Stopp, auf der Boscia Africa Farm durfte ich eine unglaubliche Gastfreundschaft erfahren. Fantastische Game Drives, ein Sundowner in der Steppe. Meine zweite Giraffen Sichtung, diesmal so nahe, dass ich sie fast berühren konnte.

Dazu rundete die perfekte Verpflegung und Unterkunft meinen Aufenthalt ab. Die absoluten Herzschlagmomente waren aber die Menschen. Auf der Boscia Africa Farm bin ich als Gast gekommen und als Freund gegangen, mit der Gewissheit, dass ich wiederkommen werde.

Nach zwei Tagen ging meine Reise weiter in Richtung Sossusvlei, das Dead Vlei steht ja vermutlich bei jedem Namibia Anfänger auf der bucket list. Meine Base dafür bezog ich in der Elegant Desert Lodge. Eine große Anlage, viele Durchreisende, so wie ich, die nur das Dead Vlei besuchen wollen und nach ein bis zwei Tagen weiter ziehen. Aber auch hier sowohl die Verpflegung, als auch das Ambiente, ein absolutes highlight auf internationalem Top Niveau.

Nachdem ich nach meiner Ankunft den Nachmittag am Pool entspannt habe und die ersten Fotos gesichtet und auf Festplatten gespeichert hatte, ging es am nächsten Tag 45km weiter, mein Tagesausflug ins Sossusvlei. Gleich bei der Anfahrt begrüßte mich ein neugieriger Schakal am Rand der Gravelroad.

Ein absolutes Fotohighlight, die Dune 45 bei der Zufahrt ins Dead Vlei. Das Sossusvlei bietet spektakuläre Dünen, Sand, sehr viel Sand und natürlich im Dead Vlei die 600-800 Jahre alten toten Bäume.

Das Deadvlei liegt im Herzen der Namib-Wüste, ein Ort von mystischer Schönheit. Vor rund 900 Jahren floss hier noch das Wasser des Tsauchab-Flusses und schenkte mächtigen Kameldornbäumen das Leben.

Als sich die Dünen verschoben, versiegte das Wasser – doch die Bäume blieben. Seit über 600 Jahren trotzen diese stummen Zeugen der Zeit der unbarmherzigen Sonne. Das extrem trockene Klima hat ihr Holz perfekt konserviert, sodass sie heute wie zeitlose, schwarze Skulpturen aus dem weißen Tonboden ragen. Ein magischer Ort, der uns zeigt, wie vergänglich das Leben und wie unsterblich die Natur sein kann.


Der Duft von Apfelstrudel und die Nebelwand des Atlantiks

Von Sossusvlei ging es weiter nach Swakopmund – eine Etappe voller Kontraste.

Doch kein Namibia-Reisender darf diese Strecke fahren, ohne einen ganz bestimmten Stopp einzulegen: Solitaire. Mitten in der staubigen Savanne, umgeben von Autowracks, die wie Kunstwerke in den Sand gesetzt wurden, liegt diese legendäre Tankstelle samt Bäckerei.

Der Duft von frischem Kaffee und dem weltberühmten, warmen Apfelstrudel mitten in der absoluten Einsamkeit der Wüste – ein kulinarisches Highlight, das man einfach genossen haben muss.

Gut gestärkt führte mich die Route weiter über den spektakulären Kuiseb-Pass. Die Gravelroad schlängelte sich durch eine zerklüftete, fast mondartige Gebirgslandschaft. Hier war wieder volle Konzentration beim Fahren gefragt, während der Staub hinter dem Wagen monumentale Wolken bildete.

Je näher ich jedoch der Küste kam, desto dramatischer veränderte sich das Klima. Die extreme Hitze der Wüste wich plötzlich einer kühlen Brise, und am Horizont schob sich eine dichte Nebelwand vor die Sonne.

Swakopmund empfing mich mit seinem ganz eigenen, fast surrealen Charme. Die Stadt wirkt wie ein deutsches Ostseebad, das fälschlicherweise in der afrikanischen Wüste gelandet ist. Historische Fachwerkhäuser, Straßennamen wie die „Sam-Nujoma-Avenue“ und gemütliche Cafés prägen das Bild.

Nach den Tagen in der heißen Einsamkeit der Wüste war die frische Meeresluft eine willkommene Abkühlung.

Mein absolutes Highlight hier war jedoch der Ausflug in die Dünen vor den Toren der Stadt: die „Little Five“-Safari. Während die meisten Menschen in Afrika nach den großen Tieren suchen, richtet sich hier der Blick auf die faszinierenden Überlebenskünstler der Namib-Wüste. Unser Guide spürte mit einem unglaublichen Auge die winzigen Wüstenbewohner auf.

Ich sah den fast durchsichtigen Palmatogecko, die seitwärts windende Zwergpuffotter und das Chamäleon, das in Sekundenschnelle seine Farbe an den Sand anpasste. Es ist faszinierend, wie viel Leben in dieser vermeintlich lebensfeindlichen Wüste steckt.

Diese Begegnungen zeigten mir, dass Überleben in der Urwüste kein Zufall ist, sondern eine Kunst. Während der Gecko die Feuchtigkeit des Nebels nutzt und die Otter mühelos über den glühenden Sand gleitet, verschmilzt das Chamäleon unsichtbar mit seiner Umwelt. Sie alle teilen sich einen Lebensraum, der für uns wie eine Einöde wirkt, für sie aber ein perfekt organisiertes Zuhause ist.

Ein wahrer Verwandlungskünstler der Namib-Wüste. Kaum zu glauben, wie schnell sich seine Schuppen der Farbe des Wüstensands anpassen.

Am nächsten Tag zog es mich weiter Richtung Norden entlang der rauen Skelettküste zum Cape Cross. Schon von Weitem hörte man das laute Brüllen, und ein unverkennbar strenger Geruch lag in der Luft. Hier lebt eine der weltweit größten Kolonien von Südafrikanischen Seebären. Hunderttausende Robben tummeln sich auf den Felsen und im wilden Atlantik – ein wuselndes, lautstarkes Naturschauspiel, das mich tief beeindruckt hat.

Nach diesem kühl-feuchten Küstenabenteuer hieß es wieder: Kurs zurück ins heiße Inland. Die Reifen rollten wieder über raue Schotterpisten, vorbei an der majestätischen Silhouette der Spitzkoppe, bis mein nächstes Etappenziel am Horizont auftauchte: die Vingerklip Lodge

Schon bei der Ankunft stockte mir der Atem. Die Lodge liegt eingebettet in ein Tal aus imposanten Tafelbergen, über dem die „Fingerklippe“ – eine 35 Meter hohe, freistehende Felsnadel – wie ein steinerner Wächter thront. Nach der langen Fahrt tat es unglaublich gut, den Tag auf der Terrasse ausklingen zu lassen, während die untergehende Sonne die Felsen in ein tiefes, glühendes Rot tauchte.

Luxus am Felsen und das Tor zu Etosha

Auf der Vingerklip Lodge angekommen, empfing mich richtiger Luxus. Die Lodge ist einfach traumhaft gelegen und perfekt in die Landschaft integriert. Ein absolutes Kulinarik-Highlight war das Abendessen im Eagle’s Nest – einem Restaurant, das hoch oben auf einem der Tafelberge thront. Während ich das fantastische Essen genoss, schweifte mein Blick über das weite Tal und die majestätische Fingerklippe, die im Abendlicht fast magisch wirkte.

Am nächsten Tag packte mich wieder das Abenteuerfieber und ich machte eine Selfdrive-Safari auf dem weitläufigen Farmgelände. Es ist ein besonderes Gefühl, selbst zu fahren und nach Wildtieren Ausschau zu halten. Ich kann jedem nur raten, alle Safaris möglichst als Selbstfahrer zu machen – unabhängig, individuell und entspannt.

Auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht: Neben eleganten Giraffen entdeckte ich Kiebitze, Rosenköpfchen, die charakteristischen Tokos mit ihren großen Schnäbeln und sogar das winzige, scheue Damara-Dikdik. Einige freche Affen sorgten zudem für beste Unterhaltung.

Nach zwei Tagen purer Erholung und tollen Sichtungen hieß es Abschied nehmen. Die Route führte mich weiter in die Nähe des weltberühmten Etosha Nationalparks. Meine Base für die nächsten Tage wurde die Toshari Lodge, eine wunderschöne grüne Oase mitten im Bushveld.

Ausruhen stand nach der Ankunft aber nicht auf dem Plan, denn es wartete sofort ein echtes kulturelles Highlight auf mich: Ein aufregender Besuch in einem traditionellen Himba-Dorf. Es war faszinierend und tief beeindruckend, einen authentischen Einblick in das Leben, die Bräuche und die jahrhundertealten Traditionen dieses stolzen Nomadenvolkes zu bekommen. Die Herzlichkeit der Begegnung hat mich tief berührt.

In den nächsten Tagen geht mein Reisebericht hier weiter. Ich erzähle von meinem absoluten Highlight – dem Etosha Nationalpark, unvergesslichen Tierbeobachtungen und dem Weg nach Otjiwarongo zu den Nashörnern. Stay tuned ! Es wird spannend !

Braunbär in Slovenien

29.07.2026 – Slovenien, ein Bären Abenteuer

Vor wenigen Tagen durfte ich bei Miha von Slovenienbears an einem fantastischen Abenteuer teilhaben.

Schon immer träumte ich davon, Braunbären in freier Wildbahn zu beobachten. Deshalb begab ich mich auf eine Reise nach Slowenien, um diese beeindruckenden Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum hautnah zu erleben.

Ich habe Slovenianbears gewählt, weil Miha großen Wert auf einen respektvollen Umgang mit der Natur und den Tieren legt. Bei ihm steht ein verantwortungsbewusstes und nachhaltiges Miteinander von Mensch und Braunbär im Vordergrund.

Seit über einem Jahrzehnt vereint er mit seinem Team wissenschaftliche Expertise, nachhaltigen Tourismus und lokale Unterstützung. Alle Aktivitäten zielen darauf ab, Bären nicht zu stören, die Natur zu respektieren und nachhaltigen Ökotourismus nach strengen Richtlinien zu fördern.

Bereits unmittelbar nach meiner Ankunft begann es mit spannendem, stundenlangem Warten in den Verstecken, bis schließlich Bären auf der Lichtung erschienen.

Besonders beeindruckend war eine Bärenmutter mit ihren zwei Jungen, die ich beobachten konnte. Außerdem zeigte sich eine Fuchsfamilie, was das Erlebnis noch besonderer machte.

Nicht jeder Ansitz war erfolgreich, doch ich konnte beeindruckende Fotos machen. Bären sind scheu und reagieren schon auf kleinste Bewegungen oder Geräusche. Umso besonderer waren diese Begegnungen in ihrer natürlichen Umgebung.

Neben den Bären-Hides gab es auch Dachse, Störche und einen Eisvogel zu sehen. Am Drinking Pool versammelten sich verschiedene Vögel, ideale Motive für meine Kamera. Davon berichte ich ein anderes Mal. Dieses Abenteuer bei Slovenienbears war ein unvergessliches Erlebnis voller Naturwunder und spannender Begegnungen.


Bienenfresser mit Beuteinsekt
Bienenfresser im Flug

22.07.2026 – Bei den Bienenfressern

Anfang Juli 2026 besuchte ich zum ersten Mal den Seewinkel, um die faszinierenden Verhaltensweisen der Bienenfresser zu beobachten.

Die Sonne stand hoch am Himmel, und die warmen Temperaturen boten perfekte Bedingungen, um die Vögel zu beobachten, die immer wieder zu ihren Bruthöhlen zurückkehrten, um ihren Nachwuchs zu füttern.

Die Bienenfresser waren ausgesprochen lebhaft und flogen geschickt durch die Luft, um Insekten zu erbeuten. Besonders beeindruckend war ihre präzise und schnelle Fangtechnik. Dabei konnte ich die Vielfalt der Farben und Muster ihres Gefieders bewundern, die je nach Lichteinfall schimmerten.

Während meines Aufenthalts beobachtete ich, wie die Bienenfresser kommunizierten. Diese sozialen Interaktionen zeigen das komplexe Verhalten dieser faszinierenden Vögel.

Insgesamt war es ein bereichernder Tag, der mir erneut die Schönheit und Vielfalt der Natur vor Augen führte und die Bedeutung des Schutzes dieser Lebensräume eindrucksvoll verdeutlichte.


Gut getarnt im Wald

15.06.2026 – Gut getarnt beim Fuchsbau

Gute Tarnung ist entscheidend. In der Wildlife-Fotografie geht es nicht darum, den Tieren hinterherzujagen, sondern um Geduld und Aufmerksamkeit. Eine sorgfältige Vorbereitung ist daher unerlässlich. Anhand von Fährten und Spuren im Gelände wähle ich meinen Beobachtungspunkt. Dabei prüfe ich stets die Windrichtung, denn schon der kleinste Windhauch in die falsche Richtung kann meinen menschlichen Geruch zum Tier tragen und jede Tarnung zunichte machen. Ich lege oder setze mich also so gut wie möglich getarnt auf die Lauer und warte geduldig.

Oft passiert lange Zeit nichts, oder die Tiere ziehen weit entfernt an mir vorbei. Dann geht es nicht mehr darum, das perfekte Foto zu machen, sondern die Situation einfach zu beobachten und zu genießen.

Oft sind mehrere Versuche nötig, bis sich Tiere im perfekten Moment nähern und die Entfernung für ein gelungenes Foto stimmt.

Dann heißt es tief durchatmen, Ruhe bewahren und die Kamera ganz langsam auf das Motiv richten. Erst wenn ich sicher bin, ein paar gute Bilder gemacht zu haben, lasse ich den Moment auf mich wirken und beobachte weiter. Manchmal kommen Rehe oder andere Tiere bis auf wenige Meter an mich heran.

Genau wie dieser kleine Fuchswelpe, der nur etwa 10 Meter von mir entfernt die Umgebung seines Fuchsbaues erkundete.